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Waldschätze für Einsteiger

Der Wald bietet mehr als Pilze: im Frühling Wildkräuter, im Sommer Beeren, im Herbst Nüsse und Früchte. Fang mit den einfachen an.

Drei Regeln

  1. Nur sammeln, was du sicher kennst. Prüfe mit einem Bestimmungsbuch mindestens zwei Merkmale, bevor du pflückst.
  2. Im Zweifel stehen lassen. Die Gefahr sind die Verwechslungen, nicht die Pflanze, die du schon kennst.
  3. Natur respektieren. Geschützte Arten werden nicht gepflückt oder ausgegraben. Nur kleine Mengen nehmen, Straßenränder und gespritzte Flächen meiden.

Gut zum Einstieg

  • Löwenzahn – Zeigt nährstoffreiche Böden an. Auf solchen Flächen findet man oft weniger Speisepilze, besonders Röhrlinge.
  • Gänseblümchen – Blätter mild im Salat, Blüten als Dekoration. Gut zu Frühlingssalat.
  • Brennnessel – Zeigt nährstoffreiche Böden an. Dort findet man oft weniger Speisepilze, besonders Röhrlinge und viele Täublinge, die nährstoffarme Böden bevorzugen.
  • Spitzwegerich – Junge Blätter sind mild und haben einen leicht nussigen Geschmack. Die lanzettlichen Blätter mit Längsrippen sind leicht zu erkennen.
  • Himbeere – Die süßen Früchte sind im Sommer eine der besten Waldfrüchte. Sie lassen sich frisch essen oder zu Marmelade verarbeiten.
  • Haselnuss – Die Nüsse reifen im Spätsommer und Herbst. Sammeln, wenn die Schale braun ist und die Nuss sich leicht löst. Eichhörnchen sind oft schneller.
  • Hagebutte (Hundsrose) – Die roten Früchte sind reich an Vitamin C und eignen sich für Tee, Mus und Sirup. Die Haare und Kerne im Inneren reizen stark und werden vor dem Verarbeiten entfernt.

Verwechslungen: Zeit nehmen

Diese werden leicht mit giftigen Pflanzen verwechselt. Pflücke sie erst, wenn du sie sicher erkennst.

Verarbeiten

  • Wildkräuter gründlich waschen. Brennnesseln verlieren das Brennen beim Kochen oder Dämpfen.
  • Hagebutten: Haare und Kerne vor der Verwendung entfernen.
  • Schlehen sind roh zu sauer. Verwende sie für Saft, Gelee oder Likör.

Die Angaben dienen der Orientierung und ersetzen kein Bestimmungsbuch und keine Fachperson. Für Pilze gibt es einen eigenen Einstieg. Pilze für Anfänger.