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Weißer Knollenblätterpilz

Amanita virosa · Wulstlinge (Amanita)

Tödlich giftig
Weißer Knollenblätterpilz
📷 Cephas, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons)
Tödlich giftig – gleiches Gift wie der Grüne Knollenblätterpilz. Schon ein Pilz kann tödlich sein. Kochen, Trocknen oder Einfrieren machen das Gift nicht unschädlich.

Sicher erkennen – darauf kommt es an

  1. Alles weiß – auch die Lamellen, ein Leben lang
  2. Ring (oft nur Reste) und Knolle mit Scheide
  3. Immer ganz ausgraben: die Knolle steckt oft im Boden

Merkmale

Hut
4–10 cm, reinweiß, jung kegelig bis glockig, später ausgebreitet mit Buckel.
Unterseite
Lamellen: weiß, frei, dicht – bleiben weiß.
Stiel
Weiß, flockig-faserig; hängender, oft zerrissener Ring; unten eine Knolle mit häutiger Scheide.
Fleisch
Weiß, verfärbt nicht.
Geruch
Unangenehm süßlich bis rettichartig.
Sporenpulver
Weiß

Saison

Lebensraum

Nadel- und Mischwälder auf sauren Böden, oft bei Fichten, auch unter Buchen und Birken; eher in Berg- und Hügelland.

Fichte, Buche, Birke

Verwechslungsgefahr

Wenn jemand davon gegessen hat

Zuerst nichts. Dann heftiges Erbrechen und Durchfall, danach oft eine trügerische Besserung – während die Leber schwer geschädigt wird. Ohne frühe Behandlung droht Leberversagen. Erste Beschwerden: meist 6–24 Stunden nach dem Essen.

Sofort handeln – auch ohne Beschwerden:

  • Notruf 112, wenn es jemandem schlecht geht.
  • Giftnotruf: Deutschland – Vorwahl der nächsten Stadt mit Giftinformationszentrum + 19240 (z. B. Berlin 030 19240, München 089 19240) · Österreich 01 406 43 43 · Schweiz 145.
  • Pilzreste, Putzabfälle oder Erbrochenes aufheben – das hilft bei der Bestimmung.

Bestimme Pilze nie nur mit Bildern oder einer App. Im Zweifel zu Pilzsachverständigen – und nur mitnehmen, was du sicher kennst.

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