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Spitzgebuckelter Raukopf

Cortinarius rubellus · Schleierlinge (Cortinarius)

Tödlich giftig
Spitzgebuckelter Raukopf
📷 Eric Steinert, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons)
Tödlich giftig. Das Gift zerstört die Nieren – tückisch, weil die ersten Beschwerden erst Tage später auftreten und dann keiner mehr an Pilze denkt.

Sicher erkennen – darauf kommt es an

  1. Spitzer Buckel auf dem Hut
  2. Gelbliche Gürtel am Stiel
  3. Rostbraune Lamellen – Trompetenpfifferlinge haben graue Leisten

Merkmale

Hut
3–8 cm, rötlich- bis orangebraun, mit spitzem Buckel, feinschuppig.
Unterseite
Lamellen: entfernt, ocker bis rostbraun.
Stiel
Schlank, mit gelblichen Gürteln (Schleierreste).
Fleisch
Gelblich
Geruch
Leicht nach Rettich
Sporenpulver
Rostbraun

Saison

Lebensraum

Feuchte, moosige Nadelwälder auf sauren Böden, vor allem unter Fichten – oft dort, wo auch Trompetenpfifferlinge wachsen.

Fichte, Kiefer

Verwechslungsgefahr

Wenn jemand davon gegessen hat

Starker Durst, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, später wenig oder kein Urin – bis zum Nierenversagen. Erste Beschwerden: meist 2–14 Tage, selten bis 3 Wochen nach dem Essen.

Sofort handeln – auch ohne Beschwerden:

  • Notruf 112, wenn es jemandem schlecht geht.
  • Giftnotruf: Deutschland – Vorwahl der nächsten Stadt mit Giftinformationszentrum + 19240 (z. B. Berlin 030 19240, München 089 19240) · Österreich 01 406 43 43 · Schweiz 145.
  • Pilzreste, Putzabfälle oder Erbrochenes aufheben – das hilft bei der Bestimmung.

Bestimme Pilze nie nur mit Bildern oder einer App. Im Zweifel zu Pilzsachverständigen – und nur mitnehmen, was du sicher kennst.

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