Grüner Knollenblätterpilz
Amanita phalloides · Wulstlinge (Amanita)
Tödlich giftig
Sicher erkennen – darauf kommt es an
- Lamellen bleiben weiß
- Ring am Stiel
- Knolle mit Scheide an der Basis – immer ganz ausgraben, nie abschneiden
Merkmale
- Hut
- 5–15 cm, oliv- bis gelbgrün, manchmal fast weiß; feine, dunklere Fasern strahlen von der Mitte aus. Meist ohne Hautreste.
- Unterseite
- Lamellen: weiß, dicht, frei – auch im Alter weiß, nie rosa oder braun.
- Stiel
- Weiß mit grünlich-grauer, natternartiger Zeichnung; weißer, hängender Ring. Unten eine dicke Knolle mit häutiger Scheide – steckt oft in der Erde.
- Fleisch
- Weiß, verfärbt nicht.
- Geruch
- Jung kaum, älter süßlich-unangenehm (nach Kunsthonig).
- Sporenpulver
- Weiß
Saison
Lebensraum
Laub- und Mischwälder, vor allem unter Eichen, Buchen und Hainbuchen, auch in Parks und an Waldrändern. Seltener bei Nadelbäumen.
Eiche, Buche, andere Baumarten
Verwechslungsgefahr
Wiesen-Champignon Speisepilz Champignons haben rosa, später schokobraune Lamellen und keine Knolle mit Scheide.
Anis-Champignon Speisepilz Der Anis-Champignon riecht nach Anis und hat graurosa bis braune Lamellen – der Knollenblätterpilz bleibt weiß.
Täubling Speisepilz Grüne Täublinge haben keinen Ring und keine Knolle; ihr Fleisch bricht wie Kreide.
Wenn jemand davon gegessen hat
Zuerst nichts. Dann heftiges Erbrechen und Durchfall, danach oft eine trügerische Besserung – während die Leber schwer geschädigt wird. Ohne frühe Behandlung droht Leberversagen. Erste Beschwerden: meist 6–24 Stunden nach dem Essen.
Sofort handeln – auch ohne Beschwerden:
- Notruf 112, wenn es jemandem schlecht geht.
- Giftnotruf: Deutschland – Vorwahl der nächsten Stadt mit Giftinformationszentrum + 19240 (z. B. Berlin 030 19240, München 089 19240) · Österreich 01 406 43 43 · Schweiz 145.
- Pilzreste, Putzabfälle oder Erbrochenes aufheben – das hilft bei der Bestimmung.
Bestimme Pilze nie nur mit Bildern oder einer App. Im Zweifel zu Pilzsachverständigen – und nur mitnehmen, was du sicher kennst.