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Frühjahrslorchel

Gyromitra esculenta · Lorcheln (Discinaceae)

Tödlich giftig

Auch: Giftlorchel

Frühjahrslorchel
📷 Kruczy89, CC0 (Wikimedia Commons)
Tödlich giftig. Das Gift wird auch beim Kochen frei – schon die Dämpfe können schaden. Früher als essbar gehandelt, das ist überholt.

Sicher erkennen – darauf kommt es an

  1. Hut hirnartig gewunden, keine Waben
  2. Längs aufgeschnitten: mehrere Kammern (Morchel: ein einziger durchgehender Hohlraum)
  3. Frühjahr, Nadelwald, sandiger Boden

Merkmale

Hut
3–10 cm, braun bis rotbraun, unregelmäßig hirnartig gewunden – ohne die Waben einer Morchel.
Unterseite
Keine Lamellen oder Röhren; der Hut ist innen in mehrere Kammern geteilt.
Stiel
Weißlich, kurz, unregelmäßig gefurcht, innen gekammert.
Fleisch
Wachsartig, brüchig.
Geruch
Leicht würzig
Sporenpulver
Weißlich

Saison

Lebensraum

Nadelwälder auf sandigen Böden, vor allem bei Kiefern, gern auf Kahlschlägen, an Wegrändern und bei Holzlagern.

Kiefer, Fichte

Verwechslungsgefahr

Wenn jemand davon gegessen hat

Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Schwäche; später Schäden an Leber, Nieren und Nervensystem. Erste Beschwerden: meist 6–12 Stunden nach dem Essen.

Sofort handeln – auch ohne Beschwerden:

  • Notruf 112, wenn es jemandem schlecht geht.
  • Giftnotruf: Deutschland – Vorwahl der nächsten Stadt mit Giftinformationszentrum + 19240 (z. B. Berlin 030 19240, München 089 19240) · Österreich 01 406 43 43 · Schweiz 145.
  • Pilzreste, Putzabfälle oder Erbrochenes aufheben – das hilft bei der Bestimmung.

Bestimme Pilze nie nur mit Bildern oder einer App. Im Zweifel zu Pilzsachverständigen – und nur mitnehmen, was du sicher kennst.

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