Satansröhrling
Rubroboletus satanas · Röhrlinge (Boletaceae)
Giftig
Sicher erkennen – darauf kommt es an
- Heller, kreidig-grauer Hut – von oben wie ein Steinpilz
- Rote Poren und roter, genetzter Stiel
- Kalkboden, warme Laubwälder
Merkmale
- Hut
- 8–25 cm, weißlich- bis olivgrau, wie mit Kreide bestäubt.
- Unterseite
- Poren: blutrot bis orangerot.
- Stiel
- Dick, bauchig; oben gelb, nach unten rot mit rotem Netz.
- Fleisch
- Gelblich, blaut beim Anschneiden nur schwach.
- Geruch
- Älter unangenehm, aasartig.
- Sporenpulver
- Olivbraun
Saison
Lebensraum
Warme Laubwälder auf Kalkboden, unter Buchen und Eichen. Selten und in vielen Regionen geschützt.
Buche, Eiche
Verwechslungsgefahr
Netzstieliger Hexen-Röhrling Speisepilz Auch der Netzstielige Hexenröhrling hat rote Poren, aber einen oliv- bis lederbraunen Hut, und er blaut beim Anschneiden sofort kräftig.
Steinpilz Speisepilz Nur von oben ähnlich: Steinpilze haben weiße bis olivgelbe Röhren, nie rote.
Wenn jemand davon gegessen hat
Heftiges Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe; bei Kindern und älteren Menschen kann der Flüssigkeitsverlust gefährlich werden. Erste Beschwerden: meist 1–4 Stunden nach dem Essen.
Sofort handeln – auch ohne Beschwerden:
- Notruf 112, wenn es jemandem schlecht geht.
- Giftnotruf: Deutschland – Vorwahl der nächsten Stadt mit Giftinformationszentrum + 19240 (z. B. Berlin 030 19240, München 089 19240) · Österreich 01 406 43 43 · Schweiz 145.
- Pilzreste, Putzabfälle oder Erbrochenes aufheben – das hilft bei der Bestimmung.
Bestimme Pilze nie nur mit Bildern oder einer App. Im Zweifel zu Pilzsachverständigen – und nur mitnehmen, was du sicher kennst.