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Ohrförmiger Seitling

Pleurocybella porrigens · Seitlinge (Pleurotaceae)

Giftig
Ohrförmiger Seitling
📷 alexbarnard, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons)
Giftig. Galt früher als essbar; Vergiftungen mit Hirnschädigung sind bekannt, vor allem bei Menschen mit Nierenerkrankungen.

Sicher erkennen – darauf kommt es an

  1. Reinweiß und dünn – Austernseitlinge sind dick und grau bis braun
  2. Wächst an Nadelholz, Austernseitlinge meist an Laubholz
  3. Herbst im Bergwald

Merkmale

Hut
2–8 cm, reinweiß, ohr- bis zungenförmig, dünnfleischig.
Unterseite
Lamellen: weiß, eng.
Stiel
Kaum ein Stiel.
Fleisch
Weiß, dünn.
Geruch
Unauffällig
Sporenpulver
Weiß

Saison

Lebensraum

Auf morschen Stümpfen und Stämmen von Nadelbäumen, vor allem Fichte und Tanne, meist im Bergland.

Fichte, Tanne

Verwechslungsgefahr

Wenn jemand davon gegessen hat

Verwirrtheit, Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen. Erste Beschwerden: Tage bis Wochen nach dem Essen.

Sofort handeln – auch ohne Beschwerden:

  • Notruf 112, wenn es jemandem schlecht geht.
  • Giftnotruf: Deutschland – Vorwahl der nächsten Stadt mit Giftinformationszentrum + 19240 (z. B. Berlin 030 19240, München 089 19240) · Österreich 01 406 43 43 · Schweiz 145.
  • Pilzreste, Putzabfälle oder Erbrochenes aufheben – das hilft bei der Bestimmung.

Bestimme Pilze nie nur mit Bildern oder einer App. Im Zweifel zu Pilzsachverständigen – und nur mitnehmen, was du sicher kennst.

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