Gift-Häubling
Galerina marginata · Häublinge (Galerina)
Tödlich giftig
Sicher erkennen – darauf kommt es an
- Stiel unter dem Ring silbrig längsfaserig – Stockschwämmchen: dunkel und sparrig-schuppig
- Wächst oft im selben Holz wie das Stockschwämmchen, manchmal sogar dazwischen
- Im Zweifel: alle Büschel stehen lassen
Merkmale
- Hut
- 1,5–5 cm, honig- bis ockerbraun, trocknet von der Mitte her heller aus; Rand gerieft.
- Unterseite
- Lamellen: ocker, später rostbraun.
- Stiel
- Dünn; vergänglicher Ring. Unterhalb des Rings silbrig-faserig längs gestreift – nicht schuppig.
- Fleisch
- Bräunlich, dünn.
- Geruch
- Mehlartig
- Sporenpulver
- Rostbraun
Saison
Lebensraum
Büschelig auf morschem Holz und Stümpfen, vor allem von Nadelbäumen, seltener Laubholz. Bei milder Witterung fast das ganze Jahr.
Fichte, Kiefer, andere Baumarten
Verwechslungsgefahr
Wenn jemand davon gegessen hat
Zuerst nichts. Dann heftiges Erbrechen und Durchfall, danach oft eine trügerische Besserung – während die Leber schwer geschädigt wird. Ohne frühe Behandlung droht Leberversagen. Erste Beschwerden: meist 6–24 Stunden nach dem Essen.
Sofort handeln – auch ohne Beschwerden:
- Notruf 112, wenn es jemandem schlecht geht.
- Giftnotruf: Deutschland – Vorwahl der nächsten Stadt mit Giftinformationszentrum + 19240 (z. B. Berlin 030 19240, München 089 19240) · Österreich 01 406 43 43 · Schweiz 145.
- Pilzreste, Putzabfälle oder Erbrochenes aufheben – das hilft bei der Bestimmung.
Bestimme Pilze nie nur mit Bildern oder einer App. Im Zweifel zu Pilzsachverständigen – und nur mitnehmen, was du sicher kennst.