Schopftintling finden: Wann, wo und bei welchem Wetter?
Coprinus comatus ·
Dieser Pilz wächst auf Wiesen, Weiden und an offenen Standorten. Die Hauptsaison für Schopftintling liegt im Zeitraum Juni bis November.
⚠️ Schopftintling eignet sich für Anfänger – aber nur mit Extra-Regel, weil gefährliche Verwechslungen möglich sind. Pilze sammeln für Anfänger →
🛡️ Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen
Wann ist die Saison für Schopftintling?
Die Hauptsaison umfasst Juni bis November. Vereinzelt sind Funde im Zeitraum April bis Dezember möglich. Wann es in einem bestimmten Jahr losgeht, entscheidet das Wetter: Nach Regen und bei milden Temperaturen kann es schon früher Pilze geben.
Wachstumsgewicht je Monat (höher = bessere Bedingungen)
Wo wächst Schopftintling?
- Dieser Pilz ist nicht an bestimmte Baumarten gebunden.
- Boden-pH: am besten zwischen 5,5 und 8,5 (möglich von 5,0 bis 9,0).
- Höhenlage: am häufigsten zwischen 0 und 1.000 m über NN (möglich von 0 bis 1.500 m).
- Bevorzugt offene Flächen wie Wiesen, Weiden und Waldränder.
Eine Wanderung durch so ein Gelände planen →
Wie nahrhaft ist Schopftintling?
Pilze sind kalorienarm und dabei erstaunlich eiweißreich für ein Gemüse – ein gutes Essen nach der Tour.
- ca. 20–35 kcal je 100 g, roh
- ca. 2–4 g Eiweiß je 100 g
- ca. 1–3 g Ballaststoffe, unter 1 g Fett
- dazu Kalium, B-Vitamine (vor allem Niacin und Riboflavin) und Selen
Im Freien gewachsene Wildpilze bekommen Sonnenlicht ab und bilden dabei Vitamin D – mehr als die meisten im Dunkeln gezogenen Zucht-Champignons.
Richtwerte für essbare Wildpilze allgemein, roh; schwanken je Art, Standort und Reife. Keine Ernährungsberatung.
Schopftintling haltbar machen
- Trocknen: nicht geeignet
- Einfrieren: nur gegart
Zerfließt innerhalb weniger Stunden zu schwarzer Tinte: noch am Fundtag verarbeiten, nur junge, rein weiße Exemplare. Nicht zum Trocknen oder Lagern – gegart einfrieren.
Alle Methoden Schritt für Schritt: trocknen, einfrieren, einlegen und mehr →
Bei welchem Wetter wächst Schopftintling?
Das Wachstum läuft am besten bei Lufttemperaturen von 4 bis 22 °C, einer Luftfeuchte von 50–90 % und etwa 0–25 mm Regen in den letzten sieben Tagen.
Der Waldschatzfinder rechnet daraus für deinen Ort täglich die Wachstumswahrscheinlichkeit – mit dem Wetter der letzten drei Monate und der 10-Tage-Vorhersage, mit Konto zusätzlich mit Boden, Höhe, Wald und Baumarten. Das ist eine Orientierung, kein Versprechen.
Sicher sammeln
Sammle nur Pilze, die du sicher kennst, und lass jeden Fund vor dem Verzehr von einem Pilzsachverständigen prüfen. Viele essbare Pilze haben giftige Doppelgänger. Die Pilz-KI gibt dir Hinweise, ersetzt aber keine Pilzberatung. Pilz-KI ausprobieren
Häufige Fragen zu Schopftintling
Wann wächst Schopftintling?
Die Hauptsaison von Schopftintling liegt im Zeitraum Juni bis November; vereinzelt sind Funde im Zeitraum April bis Dezember möglich.
Wo finde ich Schopftintling?
Dieser Pilz wächst auf Wiesen, Weiden und an offenen Standorten. Dieser Pilz ist nicht an bestimmte Baumarten gebunden. Bevorzugt offene Flächen wie Wiesen, Weiden und Waldränder.
Bei welchem Wetter wächst Schopftintling?
Das Wachstum läuft am besten bei Lufttemperaturen von 4 bis 22 °C, einer Luftfeuchte von 50–90 % und etwa 0–25 mm Regen in den letzten sieben Tagen.
Gibt es eine Prognose für Schopftintling?
Ja. Der Waldschatzfinder berechnet für Schopftintling täglich die Wachstumswahrscheinlichkeit für deinen Ort – kostenlos, mit dem Wetter der letzten drei Monate und der 10-Tage-Vorhersage; mit einem Konto zusätzlich mit Boden, Höhe, Wald und Baumarten. Mit dem Pilzalarm bekommst du Bescheid, sobald die Chancen an deinem Lieblingsort steigen.
Wie bereitet man Schopftintlinge zu?
Nur junge, geschlossene Exemplare mit rein weißen Lamellen nehmen und noch am selben Tag verarbeiten – Schopftintlinge zerfließen nach der Ernte schnell zu schwarzer „Tinte“. Putzen, längs halbieren und in Butter braten oder kurz schmoren, gut durchgaren. Rosa oder schwarz verfärbte Stücke wegschneiden. Ein einfaches Rezept findest du oben unter „Rezepte“.
Darf man zu Schopftintlingen Alkohol trinken?
Der Schopftintling selbst gilt als verträglich mit Alkohol. Aber: Er kann mit dem Grauen Faltentintling verwechselt werden, der zusammen mit Alkohol – auch noch Tage vorher oder nachher – eine Vergiftung auslöst (Coprin-Syndrom). Wer nicht absolut sicher ist, verzichtet auf Alkohol oder lässt den Fund von Pilzsachverständigen prüfen.