Neu: Regenradar, Hitze- und Trockenkarten, ein besseres Modell – und neue Pilzplätze mit der Artenkarte
Der Herbst ist da, die Körbe warten – und im Waldschatzfinder ist in den letzten Wochen einiges passiert. Hier kommt der Überblick. Wer noch keinen Account hat: Lies bis zum Schluss, es lohnt sich. :)
Das Wichtigste in Kürze
- Neue Wetterebenen auf Artenkarte und Hotspot-Karte: Regenradar, Lufttemperatur, Bodentemperatur, Bodenfeuchte sowie Hitze- und Trockenkarten über Tage, Wochen und Monate – alle animiert.
- Echte Daten, wo verfügbar: gemessener Radar-Regen und Messwerte, sonst Modelldaten der Wetterdienste – fein aufgelöst und in einer gemeinsamen Rechnung verbunden.
- Ein Algorithmus mit zwölf Jahren Erfahrung, mit Pilzsuchern und Mykologen entwickelt und für jede Pilzart einzeln nachgeschärft.
- Die ganze Kette in einem Tool: von der Vorbereitung bis in die Küche.
- Analysen funktionieren jetzt überall in Europa, auch dort, wo keine Wetterstation in der Nähe steht.
- Ganz Europa im Blick: ein gemeinsames Regenbild aus Radardaten (im Aufbau) und ein Bodenfeuchte-Index für den ganzen Kontinent. Unten steht in einer Tabelle, welche Daten in welchem Land schon da sind – und woran wir arbeiten.
- Die Artenkarte – dein Werkzeug, um neue Pilzplätze zu finden (mehr dazu weiter unten).

Neu: Wetterebenen mit Leben
Pilze wachsen nicht nach Kalender, sondern nach Wetter. Deshalb kannst du dir jetzt in der Artenkarte und in der Hotspot-Karte unter „Wetterebene“ genau das einblenden, was im Wald zählt:
- Regen der letzten Tage – in Deutschland aus echten Radarmessungen (abgeglichen mit Regenmessern am Boden), im restlichen Europa aus dem europäischen Radarverbund (im Aufbau, siehe unten) und dort, wo es kein Radar gibt, aus Modelldaten. Auf der Karte fallen winzige Tröpfchen, wo es geregnet hat – je mehr Regen, desto dichter. Ein kleiner Augenschmaus, aber vor allem sofort verständlich.
- Lufttemperatur – mit ziehenden Windfäden.
- Bodentemperatur – denn der Pilz im Boden fühlt nicht die Luft, sondern die Erde.
- Bodenfeuchte – aufsteigende Bläschen, wo der Boden feucht ist; treibender Staub, wo er trocken ist.
- Hitzetage – wie viele Tage mit 27 °C und mehr gab es in den letzten 7, 14, 30 oder 60 Tagen?
- Trockentage – wie viele Tage ohne nennenswerten Regen?
- Durchschnittliche Höchsttemperatur über den gewählten Zeitraum.


Die Deckkraft stellst du selbst ein, sodass du die Wetterebene mit der Pilzchance-Heatmap, den Baumarten oder dem Waldanteil kombinieren kannst. Der Sommer 2026 war brutal heiß und trocken – mit den Hitze- und Trockenkarten siehst du auf einen Blick, wo die Böden ausgetrocknet sind und wo der Pilz trotzdem eine Chance hatte.
Gemessener Regen in den Analysen
Regen ist der wichtigste Auslöser für einen Pilzschub – aber bisher kam er aus einem Wettermodell. Jetzt rechnen die Analysen in Deutschland und Österreich mit gemessenem Regen (Radar, abgeglichen mit Bodenstationen). Im Test hat das die Genauigkeit spürbar verbessert: Die Abweichung zum tatsächlich gefallenen Regen sank von gut 3 auf unter 2 Millimeter am Tag. Auch die Bodenfeuchte-Einschätzung profitiert davon.
Und der Rest von Europa? Das haben wir schon – und daran arbeiten wir
Der Waldschatzfinder wird auch außerhalb von Deutschland genutzt, von Finnland bis Spanien. Deshalb hier ganz offen, was in welchem Land schon da ist:
- Regen auf den Karten: ein gemeinsames Bild aus dem Radar des Deutschen Wetterdienstes und dem europäischen OPERA-Radarverbund. Das Europa-Radar eichen wir an den DWD-Werten, damit es keine Kanten an den Landesgrenzen gibt. Wichtig: Das ist gerade im Aufbau. Wir sammeln die Radardaten Tag für Tag, deshalb füllen sich die Karten in den nächsten Tagen. Wo kein Radar liegt (zum Beispiel in Griechenland), zeigen wir Modellwerte.
- Bodenfeuchte: der Bodenfeuchte-Index des Copernicus-Dürreobservatoriums deckt ganz Europa ab, als eigene Kartenebene „Trockenheit“. Für Polen ist er ausgeblendet, weil die Quelle dort einen bekannten Fehler hat.
- In den Analysen: Der Regen ist in Deutschland und Österreich gemessen, sonst kommt er aus dem Modell. Die Analysen rechnen aber überall in Europa.
- Geprüft: Wir haben das Modell auch in anderen Ländern an echten Funden getestet. In Österreich, Schweden, Norwegen, Finnland, Großbritannien und den Niederlanden trifft es die Fundzeitpunkte ähnlich gut wie in Deutschland und deutlich besser als der Zufall. Für andere Länder fehlen uns noch Vergleichsdaten.
| Land | Regen auf der Karte | Regen in den Analysen | Bodenfeuchte-Karte | Modell an Funden geprüft |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Radar (DWD, abgeglichen) | gemessen | ja | ja |
| Österreich | Radar (im Aufbau) | gemessen | ja | ja (wenige Daten) |
| Schweiz | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | erste Hinweise |
| Frankreich | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | offen |
| Belgien, Niederlande | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | Niederlande ja |
| Großbritannien, Irland | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | Großbritannien ja |
| Dänemark | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | offen |
| Schweden | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | ja |
| Norwegen | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | ja |
| Finnland | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | ja |
| Estland, Lettland, Litauen | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | offen |
| Polen | Radar (im Aufbau) | Modell | nein (Fehler der Quelle) | erste Hinweise |
| Tschechien, Slowakei | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | erste Hinweise |
| Ungarn | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | offen |
| Balkan und Rumänien | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | offen |
| Italien | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | offen |
| Spanien, Portugal | Radar (im Aufbau) | Modell | ja | erste Hinweise |
| Griechenland | kein Radar, Modell | Modell | ja | offen |
„Erste Hinweise“ heißt: Es gibt schon Vergleiche, aber noch zu wenige Funde und Wetterstationen für eine belastbare Aussage. Das Radar deckt nicht jede Ecke lückenlos ab, in Gebirgen und an Grenzen kann es Lücken geben.
Woran wir arbeiten:
- Regen aus dem Radar auch in den Analysen außerhalb von Deutschland und Österreich, sobald wir geprüft haben, dass es die Prognose wirklich verbessert.
- Nationale Radare (zum Beispiel Frankreich, Dänemark, Tschechien, Finnland), wo sie genauer sind als der europäische Verbund.
- Schnee und Bodenfrost im hohen Norden, damit dort auch die Bodenfeuchte besser passt.
- Mehr Fundmeldungen aus anderen Ländern, um das Modell überall zu prüfen. Du kannst helfen: Melde deine Funde auf der Hotspot-Karte, gern mit Pilzart – jede Meldung macht die Prüfung besser.
Ein besser abgestimmtes Modell
Der Waldschatzfinder wird laufend an echten Funddaten geprüft und nachgeschärft. Das Ergebnis der letzten Wochen:
- Jede Art hat jetzt ein eigenes Zeitfenster, wie lange nach dem Regen die Pilze kommen – ein Edel-Reizker lässt sich mehr Zeit als ein Hexen-Röhrling.
- Die Wohlfühltemperaturen von neun Arten wurden korrigiert. Bei mehreren, etwa Krause Glucke und Maronen-Röhrling, ist die Trefferquote deutlich gestiegen.
- Hitze- und Trockenphasen werden künftig noch genauer berücksichtigt.

Wie das im Einzelnen funktioniert, verraten wir bewusst nicht – das Modell soll nicht zum Spielball werden. Nur so viel: Es wird besser, und das merkst du an den Prognosen.
Echte Daten, ein Algorithmus mit zwölf Jahren Erfahrung
Echte Daten: Mess- und Radardaten, wo verfügbar, ergänzt durch Modelldaten der Wetterdienste, fein aufgelöst und miteinander verrechnet: Regen, Bodentemperatur und Bodenfeuchte im Vergleich zum Normalwert deines Ortes, Boden-pH, Höhenlage, Waldtyp, Baumarten sowie Hitze- und Trockenphasen. Alles fließt in eine gemeinsame Rechnung ein, und für jede Pilzart gelten eigene Temperatur- und Regenfenster. Um ehrlich zu bleiben: Bodentemperatur und Bodenfeuchte sind Modell-Reanalysen der Wetterdienste, keine Messung an deinem Lieblingsplatz. Der Regen ist in Deutschland und Österreich gemessen.
Dahinter steckt ein Algorithmus mit zwölf Jahren Erfahrung: Die Grundlagen des Rechenmodells entstanden vor rund zwölf Jahren und wurden seither gemeinsam mit erfahrenen Pilzsuchern und Mykologen verfeinert. Erfahrungswissen über Temperatur, Regen, Böden und Standorte steckt in jeder Prognose. Und ganz bewusst setzen wir in der Analyse nicht auf KI, sondern auf einen hochkomplexen Rechenalgorithmus, der laufend weiterentwickelt wird. Künstliche Intelligenz gibt es nur getrennt davon, in der Pilz-KI zum Einschätzen von Fotos. Nach unserer Recherche gibt es derzeit kein anderes Pilz- und Naturtool, das all das zusammen abdeckt.
Kein Geheimnis, kein Hokuspokus: Alle verfügbaren und verwendeten Daten sind in der Pro-Analyse v2 klar ersichtlich und dargestellt – du kannst dir dort wirklich alles anzeigen lassen, was in die Berechnung einfließt. Nur der Algorithmus selbst bleibt natürlich unser Geheimnis. :)
Analysen überall in Europa
Ein hartnäckiger Fehler ist behoben: Wer einen Ort ohne Wetterstation im Umkreis von 10 Kilometern gewählt hat – etwa mitten im Wald oder im Ausland, zum Beispiel in Finnland –, bekam früher eine Fehlermeldung. Das ist vorbei. Der Waldschatzfinder springt jetzt zuverlässig ein und rechnet auch dort.
Die Artenkarte: so findest du neue Pilzplätze
Wer kennt es nicht: Man geht immer an dieselben Stellen, weil man dort schon mal fündig wurde. Und in der Nähe liegt dieses Waldstück, bei dem man sich seit Jahren fragt: „Ob es dort wohl klappt?“
Die Artenkarte liefert die Antwort. Sie ist die Sicht der Berechnung – sie zeigt nicht, wo schon jemand gesucht hat, sondern wo die Bedingungen für deine Pilzart wirklich passen:
- Wetter: Temperatur, Regen, Bodenfeuchte – für heute und die nächsten neun Tage.
- Boden und Standort: Höhenlage, Boden-pH und Waldtyp.
- Bäume: Ein Birkenpilz braucht Birken, ein Steinpilz mag Fichte, Buche und Eiche. Die Karte kennt die Baumarten und legt sie mit über die Wetterlage.
Das Ergebnis ist eine Fläche, die dir zeigt: Hier passt alles zusammen. So kannst du
- dein Lieblingsgebiet prüfen, ob es sich gerade lohnt,
- komplett neue Ecken entdecken, an die du sonst nie gedacht hättest,
- mit dem Tag-Regler den besten Zeitpunkt der Woche wählen,
- mit der neuen Wetterebene gegenprüfen, ob es dort tatsächlich geregnet hat oder ob der Boden staubtrocken ist,
- per Klick auf eine Stelle sehen, warum sie gut oder schlecht abschneidet.
Statt planlos loszuziehen, gehst du gezielt dorthin, wo die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist. Wer die Artenkarte nutzt, findet einfach leichter etwas – und spart sich viele leere Kilometer.
Die ganze Kette in einem Tool
Andere Apps zeigen eine Karte oder eine Prognose. Der Waldschatzfinder begleitet dich vom ersten Blick aufs Wetter bis zum Teller – nach unserer Recherche bildet kein anderes Pilz- und Naturtool diese Kette von vorne bis hinten ab:
- Vorbereiten: Prognose für deinen Ort und Wetterebenen zu Regen, Boden, Hitze und Trockenheit.
- Gebiet wählen: Die Artenkarte zeigt, wo Wetter, Boden und Bäume zu deiner Art passen.
- Im Wald: Die Hotspot-Karte zeigt, wo Pilzsucher unterwegs sind und was sie finden.
- Bestimmen: Die Pilz-KI schätzt Art und Verwechslungen anhand deines Fotos ein (sie ersetzt keinen Pilzsachverständigen).
- Melden und zeigen: Setze deinen Fund mit Ort, Art und Foto auf die Karte, damit andere sehen, wo und wann es klappt.
- Schreiben: Fundberichte, Tipps und Geschichten im eigenen Blog mit Editor.
- Verwerten und kochen: Rezepte nach Pilzart, vom Steinpilzrisotto bis zum Pfifferling-Birnen-Chutney.
Was gibt es sonst noch Neues?
- Zwölf Sprachen für alle neuen Texte.
- Kürzere, unaufdringliche Statusmeldungen – sie sind kleiner, halbtransparent und verschwinden von selbst oder mit einem Klick.
- Aufgeräumte Karten: Die Zoom-Tasten sitzen jetzt oben rechts, die Legende ganz unten in der Ecke.
- Sicherer: Anmeldung, Registrierung und Kontaktformular sind gegen Missbrauch abgesichert, der Admin-Bereich wurde neu aufgebaut.
- Offline-Modus (PWA): Du kannst den Waldschatzfinder wie eine App auf dem Handy installieren.
- Blog mit neuem Editor, Rezepte und eine Liste deiner zuletzt gesuchten Orte.
Kostenlos – aber mit Konto
Die Artenkarte, die Wetterebenen und die erweiterte Analyse gibt es für registrierte Nutzer. Die Registrierung kostet nichts und dauert eine Minute. Der Waldschatzfinder bleibt, wie er immer war: kostenlos, ohne Datenverkauf und ohne Werbetracker. Wir haben auch nur einen einzigen Cookie, das selbstgehostete Zählwerkzeug Matomo.
Wenn du also das nächste Mal wissen willst, ob sich der Weg in den Wald lohnt: Melde dich an, wähle deine Pilzart – und lass die Karte für dich suchen. Viel Erfolg und Pilz Heil! 🍄






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