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❄️ Pilze im Spätherbst und Winter

Winterpilze

Wenn Steinpilz und Pfifferling verschwunden sind, beginnt für eine Handvoll Arten die beste Zeit. Sie wachsen an Holz und in der Streu – oft gerade dann, wenn nach Frost das Tauwetter kommt.

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Diese Pilze wachsen im Winter

Foto: Hamilton / Mushroom Observer, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Austern-Seitling (wild)

Pleurotus ostreatus

Wo: In Gruppen dachziegelartig an Stämmen und Stümpfen von Laubbäumen, vor allem Buche, auch Pappel und Weide.

Wann: November bis März, am besten nach Frost, wenn Tauwetter einsetzt.

⚠️ Verwechslung: andere Seitlinge, Gelbstieliger Muschelseitling – Steckbrief

Foto: Svdmolen, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Judasohr

Auricularia auricula-judae

Wo: Fast nur an Holunder, an lebenden und toten Ästen – oft am Waldrand, an Hecken und Bachläufen.

Wann: Das ganze Jahr, am meisten in den feuchten Wintermonaten; trocknet bei Frost ein und quillt bei Regen wieder auf.

⚠️ Verwechslung: Gezonter Ohrlappenpilz und andere Gallertpilze – Steckbrief

Foto: Archenzo, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Violetter Rötelritterling

Lepista nuda

Wo: In der Laub- und Nadelstreu, an Waldrändern, gern auch an Komposthaufen und in Parks.

Wann: Oktober bis Dezember, oft bis zum ersten stärkeren Frost, in milden Wintern länger.

⚠️ Verwechslung: violette Schleierlinge – gefährliche Verwechslungsgefahr – Steckbrief

Foto: Ripa, Public domain · Wikimedia Commons

Trompetenpfifferling

Craterellus tubaeformis

Wo: In moosigen Nadelwäldern auf saurem Boden, oft in großen Gruppen unter Fichten.

Wann: September bis Dezember, verträgt leichten Frost.

⚠️ Verwechslung: andere Leistlinge und Kraterellen – Steckbrief

Foto: Eric Steinert, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Samtfußrübling

Flammulina velutipes

Wo: In Büscheln an totem und geschwächtem Laubholz, gern an Weide, Pappel, Esche und Holunder, oft in Auwäldern und an Bachufern.

Wann: November bis März. Verträgt Frost, taut auf und wächst weiter.

⚠️ Verwechslung: Gift-Häubling (tödlich giftig), Schwefelköpfe – Steckbrief

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So suchst du im Winter

Nach dem Frost

Die besten Tage sind mild und feucht, kurz nachdem eine Frostphase endet. Bei Dauerfrost ruht das Wachstum.

Holz statt Boden

Schau auf Stümpfe, liegende Stämme und tote Äste – Buche, Pappel und Holunder an Bächen und Waldrändern sind die besten Stellen.

Kurze Tage

Früh losgehen, Stirnlampe einpacken, auf Glätte achten. Ohne Laub siehst du Fruchtkörper an Stämmen schon von Weitem.

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Häufige Fragen

Welche Pilze wachsen im Winter?

Vor allem Holzbewohner: Austern-Seitling an Buche und Pappel, Judasohr an Holunder. Bis in den Dezember kommen Violetter Rötelritterling und Trompetenpfifferling dazu. Frost stoppt sie nur kurz – nach Tauwetter wachsen sie weiter.

Lohnt sich die Pilzsuche bei Frost?

Bei Dauerfrost kaum. Am besten sind milde, feuchte Tage nach einer Frostphase – dann treiben Austern-Seitling und Judasohr oft gleichzeitig aus.

Wie verlässlich ist die Winter-Prognose?

Die Chance beruht auf Wetter, Boden und Baumarten in deiner Gegend. Sie zeigt gute und schlechte Tage – eine Fundgarantie ist sie nicht.