Ganzjährig draußen
Natur und Fitness
Wandern, Berge, Pilze und Pflanzen: Der Wald lohnt sich zu jeder Jahreszeit, und die Aktivitäten passen gut zusammen.
Aktivitäten
Gut kombinieren
Die meisten Touren lassen sich mit mehr als einer Aktivität verbinden. Ein paar Beispiele:
Pilze und Pflanzen sind immer nur ein Hinweis. Sammle nur, was du sicher bestimmst, halte dich an die örtlichen Regeln und sammle nie in Schutzgebieten.
Mit Kindern draußen
Kinder lernen den Wald durch Ausprobieren. Kurze Runden, ein paar einfache Spiele und klare Regeln für Essbares und Pflanzen machen den Ausflug schön und sicher.
Regeln für Kinder im Wald
Nichts kommt in den Mund
Kinder essen nichts, was sie im Wald finden, auch keine Beeren, Samen, Pilze oder Blätter, selbst wenn es bekannt aussieht. Tollkirsche, Maiglöckchen und Eibe sind giftig, und viele Verwechslungen sind selbst für Erwachsene schwer zu unterscheiden.
Schauen statt anfassen
Manche Pflanzen reizen die Haut, und manche Pilze sind schon beim Anfassen unerwünscht. Kinder fragen zuerst und waschen sich vor dem Essen die Hände.
Zecken absuchen
Nach dem Ausflug Kinder auf Zecken absuchen, besonders hinter den Ohren, in den Achseln und am Haaransatz. Auf Wegen bleiben, in hohem Gras lange Kleidung tragen.
Hat ein Kind etwas aus dem Wald gegessen oder zeigt Beschwerden: sofort die Giftinformationszentrale oder den Notruf 112 anrufen. Eine Probe oder ein Foto der Pflanze mitnehmen, nicht auf Symptome warten.
Warum Bewegung im Wald gut tut
Drei einfache Effekte kommen zusammen: die Luft, die Bewegung selbst und ein paar Minuten ohne Bildschirm und Lärm.
Luft
Waldluft enthält meist weniger Straßenstaub und Abgaspartikel als eine Straße, und die Bäume puffern Temperatur und Luftfeuchte. Bäume setzen außerdem geringe Mengen flüchtiger Verbindungen (Terpene) frei. Einige Studien maßen danach Veränderungen, allerdings mit kleinen Stichproben, und der Anteil der Luft selbst lässt sich kaum von Gehen und Ruhe trennen. Das ist ein plausibler, kein belegter Teil der Wirkung.
Körper
Unebener Waldboden fordert Gleichgewicht und mehr Muskeln als ein glatter Weg. Gehen ist eine mittlere Ausdaueranstrengung; die WHO empfiehlt Erwachsenen 150 bis 300 Minuten davon pro Woche, mit echtem Nutzen für Herz, Kreislauf und Gewicht schon bei kurzen, regelmäßigen Einheiten.
Geist
Eine japanische Feldstudie mit 280 Teilnehmenden in 24 Wäldern maß nach einem Waldspaziergang niedrigere Cortisolwerte im Speichel (ein Stresshormon) und einen ruhigeren Puls als nach einem Spaziergang in der Stadt. Der Effekt war moderat und über Minuten gemessen, keine Heilung. Er passt zur einfachen Idee, dass ein ruhiger Ort ohne Benachrichtigungen die Aufmerksamkeit weniger beansprucht als eine belebte Straße.
Quellen: World Health Organization, 2020 guidelines on physical activity and sedentary behaviour. Park et al., „The physiological effects of Shinrin-yoku“, Environmental Health and Preventive Medicine, 2010.