Waldschatzfinder

🌱 Ampel · Wegweiser · Pilz-Kurs · Rezepte

📊 Profi-Ansicht

Pilze sammeln für Anfänger

Aller Anfang ist schwer. Bei Pilzen manchmal sogar tödlich.

  1. 1 Nur was du sicher kennst
  2. 2 Nichts Altes
  3. 3 Erst bestimmen, dann essen
Worum geht’s?

Deshalb nehmen wir dich an die Hand: Wir zeigen dir, wann und wo sich die Suche lohnt, welche Pilze sich für den Anfang eignen und woran du sie erkennst – und im Zweifel zeigen wir dir, wo du Pilzsachverständige in deiner Nähe findest. Schritt für Schritt. Die Entscheidung, was du sammelst und isst, triffst aber immer du selbst – wir geben nur Orientierung. Übrigens: Selbst Steinpilz und Pfifferling haben Doppelgänger, die tödlich sein können.

Ampel · Cormeilles / Boissy-l'Aillerie

Lohnt es sich?

Heute

Keine Modelldaten für diesen Ort

Wann?

  • Beste Sammelzeit: 08–11 Uhr
    Morgens sind die Pilze am frischesten – und du bist vor den anderen da.
  • Hell von 07:48 bis 19:32 Uhr

Weiter: 🧭 Wegweiser →

Wegweiser

Wohin zum ersten Pilzvergnügen?

Wie weit willst du fahren? Wir suchen im Umkreis Wälder mit den richtigen Bäumen für Anfängerpilze und guten Chancen in den nächsten Tagen.

Der Wegweiser funktioniert bisher nur in Deutschland.

Vorschläge aus Wald- und Baumartenkarten plus Wettermodell – keine Fundgarantie. Bleib auf erlaubten Wegen, beachte Naturschutzgebiete, Sperrungen und Jagd.

Weiter: 🍄 Pilze →

Anfängerpilze – jetzt dran

Pilze, mit denen du anfangen kannst

Arten, die sich für den Anfang eignen – vom Leichten zum Schwierigen. Tippe eine Art an, um sie kennenzulernen.

Selbst Steinpilz und Pfifferling haben Doppelgänger, die tödlich sein können.

Gerade hat keiner der Anfängerpilze eine nennenswerte Chance.

Alle Anfängerpilze 15
Semmelstoppelpilz Einsteigerfreundlich
👀 So erkennst du ihn
Unter dem Hut hängen weiche Stacheln statt Lamellen. Hut semmelgelb bis blass-orange, Fleisch hell und brüchig.
👯 Doppelgänger
Der Rotgelbe Semmelstoppelpilz – ebenfalls essbar. Gefährliche Doppelgänger sind nicht bekannt – trotzdem jeden Fund genau prüfen.
💡 Tipp
Ältere Exemplare schmecken bitter – nur junge, feste nehmen.
🌲 Wo
Laub- und Nadelwald, oft in Reihen oder Ringen im Moos.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Maronenröhrling Einsteigerfreundlich
👀 So erkennst du ihn
Kastanienbrauner, bei Nässe schmieriger Hut. Gelbliche Röhren, die auf Druck blau anlaufen – bei diesem Pilz völlig normal.
👯 Doppelgänger
Gallenröhrling (rosa Röhren, bitter). Rote Poren? Dann ist es keine Marone – stehen lassen.
💡 Tipp
In Teilen Süddeutschlands (Bayerischer Wald, Alpenrand) speichert er noch Cäsium aus Tschernobyl – dort nur gelegentlich essen.
🌲 Wo
Nadelwald, vor allem Fichte und Kiefer, auf sauren Böden.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Birkenpilz Einsteigerfreundlich
👀 So erkennst du ihn
Grau- bis dunkelbrauner Hut, heller Stiel mit dunklen Schüppchen. Wächst immer bei Birken.
👯 Doppelgänger
Andere Raustielröhrlinge – ebenfalls essbar. Der Gallenröhrling hat keine Schüppchen am Stiel, sondern ein Netz.
💡 Tipp
Wird schnell weich und alt – nur feste, junge Exemplare. Gut durchgaren.
🌲 Wo
Überall, wo Birken stehen – auch Parks, Waldränder und Heide.

🛡️ Geschützte Arten nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf, in Naturschutzgebieten gar nicht.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Butterpilz Einsteigerfreundlich
👀 So erkennst du ihn
Brauner, schleimig glänzender Hut, gelbe Röhren, weißlicher Ring am Stiel. Fast immer unter Kiefern.
👯 Doppelgänger
Andere Schmierröhrlinge (z. B. Goldröhrling unter Lärchen) – essbar.
💡 Tipp
Schleimige Huthaut abziehen – sonst wirkt er bei manchen abführend.
🌲 Wo
Junge Kiefernwälder, Kiefernränder, auch Parks.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Birkenrotkappe Einsteigerfreundlich
👀 So erkennst du ihn
Orangeroter Hut, weißer Stiel mit schwarzen Schuppen. Das Fleisch wird beim Schneiden grau bis schwarz – das ist normal.
👯 Doppelgänger
Andere Rotkappen – ebenfalls essbar. Kein giftiger Pilz hat orangen Hut plus schwarz-schuppigen Stiel.
💡 Tipp
Roh unverträglich: immer mindestens 15–20 Minuten durchgaren. Geschützt – nur Eigenbedarf.
🌲 Wo
Bei Birken, oft an Waldrändern und in Heidegebieten.

🛡️ Geschützte Arten nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf, in Naturschutzgebieten gar nicht.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Herbsttrompete Einsteigerfreundlich
👀 So erkennst du ihn
Schwarzgrauer, hohler Trichter („Totentrompete“), außen glatt bis leicht runzelig – keine Lamellen.
👯 Doppelgänger
Gefährliche Doppelgänger sind nicht bekannt – trotzdem genau prüfen, v. a. auf echte Lamellen (dann ist es keine Trompete).
💡 Tipp
Lässt sich prima trocknen – ein toller Würzpilz.
🌲 Wo
Buchen- und Eichenwälder, oft gesellig im Laub.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Ziegenlippe Einsteigerfreundlich
👀 So erkennst du ihn
Samtiger olivbrauner Hut, leuchtend gelbe, weite Röhren wie eine Wabe. Blaut kaum.
👯 Doppelgänger
Rotfußröhrling (ebenfalls essbar). Rote Poren = stehen lassen.
💡 Tipp
Wird schnell weich – nur junge Exemplare nehmen.
🌲 Wo
Laub- und Mischwald, Wegböschungen.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Rotfußröhrling Einsteigerfreundlich
👀 So erkennst du ihn
Kleiner, samtiger oliv-brauner Hut, oft rissig mit rötlichen Rissen. Stielbasis rötlich, Röhren gelb, blauen leicht.
👯 Doppelgänger
Andere Filzröhrlinge – essbar. Rote Poren = kein Rotfuß, stehen lassen.
💡 Tipp
Oft von Goldschimmel befallen (weiß-gelber Belag) – solche liegen lassen! Nur junge, feste nehmen.
🌲 Wo
Laub- und Nadelwald, sehr häufig.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Steinpilz Nur mit Extra-Regel
👀 So erkennst du ihn
Dicker, bauchiger Stiel mit feinem hellem Netz im oberen Teil. Röhren jung weiß, später gelbgrün. Fleisch bleibt weiß, läuft nicht blau an.
👯 Doppelgänger
Gallenröhrling: Röhren rosa, grobes dunkles Netz, gallebitter – verdirbt das ganze Essen. Satansröhrling (rote Poren) ist giftig. Und: Wer nur auf Hut und Form schaut, kann junge Steinpilze mit tödlich giftigen Lamellenpilzen wie dem Knollenblätterpilz verwechseln.
⚠️ Extra-Regel
Immer unter den Hut schauen: nur ein Schwamm (Röhren), keine Lamellen, keine roten Poren, ganzer Stiel samt Fuß. Grüne, schwammige Röhren = zu alt. Geschützt: nur Eigenbedarf.
🌲 Wo
Fichten-, Buchen-, Eichen- und Kiefernwälder, gern an Wegrändern und im Moos.

🛡️ Geschützte Arten nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf, in Naturschutzgebieten gar nicht.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Judasohr Einsteigerfreundlich
👀 So erkennst du ihn
Braun, gummiartig-elastisch, geformt wie ein Ohr. Wächst an Holz, meist an Holunder.
👯 Doppelgänger
Gefährliche Doppelgänger sind nicht bekannt – trotzdem genau prüfen.
💡 Tipp
Immer gut durchgaren. Wächst sogar im Winter.
🌲 Wo
An totem oder lebendem Holz, vor allem Holunder.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Krause Glucke Nur mit Extra-Regel
👀 So erkennst du ihn
Sieht aus wie ein Badeschwamm oder Blumenkohl aus gewellten, cremefarbenen Lappen. Am Fuß von Kiefern.
👯 Doppelgänger
Verwechslung mit Korallen möglich, z. B. der giftigen Bauchweh-Koralle. Glucke: flache, gewellte, blattartige Lappen wie Bandnudeln, direkt am Kiefernfuß. Korallen: aufrechte, runde, verzweigte Ästchen, meist auf dem Waldboden.
⚠️ Extra-Regel
Runde, verzweigte Ästchen? Stehen lassen! Nur hell-cremefarbene nehmen – bräunliche sind alt. Gründlich putzen: Nadeln, Sand und Tierchen stecken in den Falten.
🌲 Wo
Am Stammfuß oder an Wurzeln von Kiefern.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Pfifferling Nur mit Extra-Regel
👀 So erkennst du ihn
Dottergelb, trichterförmig. Unter dem Hut Leisten statt Lamellen: dick, gegabelt, weit am Stiel herablaufend.
👯 Doppelgänger
Falscher Pfifferling: orange, echte dünne Lamellen – unbekömmlich. Gefährlich: der Orangefuchsige Raukopf (tödlich giftig) hat echte Lamellen und rostbraunen Sporenstaub.
⚠️ Extra-Regel
Keine echten Lamellen – sonst stehen lassen! Geschützt: nur Eigenbedarf.
🌲 Wo
Fichten-, Buchen- und Kiefernwälder auf sauren, moosigen Böden.

🛡️ Geschützte Arten nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf, in Naturschutzgebieten gar nicht.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Schopftintling Nur mit Extra-Regel
👀 So erkennst du ihn
Weiße, walzenförmige, zottig-schuppige „Perücke“ – auf Wiesen, Rasen und an Wegrändern.
👯 Doppelgänger
Faltentintling: grau, glatter Hut – zusammen mit Alkohol giftig, auch noch Tage später.
⚠️ Extra-Regel
Nur ganz junge, rein weiße Exemplare und sofort verarbeiten. Sobald die Lamellen rosa oder schwarz werden: zu alt! Vorsichtshalber kein Alkohol dazu.
🌲 Wo
Wiesen, Rasen, Wegränder – nicht an stark befahrenen Straßen sammeln.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Riesenbovist Nur mit Extra-Regel
👀 So erkennst du ihn
Weiße Kugel, fußball- bis kürbisgroß, auf Wiesen und Weiden.
👯 Doppelgänger
Junge Knollenblätterpilze stecken in einem weißen „Hexenei“ – tödlich giftig.
⚠️ Extra-Regel
Immer längs durchschneiden: innen durchgehend reinweiß und fest, ohne Umriss von Stiel und Hut. Kleiner als ein Handball? Stehen lassen. Gelblich innen = zu alt.
🌲 Wo
Wiesen, Weiden, Parks, Gärten.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Schwefelporling Nur mit Extra-Regel
👀 So erkennst du ihn
Leuchtend schwefelgelbe bis orange Konsolen, stufig übereinander an Baumstämmen.
👯 Doppelgänger
Selten verwechselt – entscheidend ist der Baum, an dem er wächst.
⚠️ Extra-Regel
Nur junge, weiche Randzonen; nie von Eibe, Robinie oder anderen giftigen Bäumen. Immer gut durchgaren und beim ersten Mal nur eine kleine Portion – nicht jeder verträgt ihn.
🌲 Wo
An Eichen, Weiden, Obstbäumen.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

🚫 Finger weg – Profi-Pilze 12

Diese Arten sind lecker, aber haben giftige oder tödliche Doppelgänger. Erst sammeln, wenn du viel Erfahrung hast – und nie ohne Kontrolle.

  • Wiesen-ChampignonVerwechslung mit dem Knollenblätterpilz – Ursache der meisten tödlichen Pilzvergiftungen.
  • Anis-ChampignonWie alle Champignons: Verwechslung mit Knollenblätterpilzen möglich.
  • RiesenschirmlingJunge Exemplare ähneln giftigen Wulstlingen und Schirmlingen.
  • Gemeines StockschwämmchenTödlich giftiger Doppelgänger: der Gifthäubling.
  • TäublingHunderte Arten, einige giftig – Profi-Terrain.
  • MaipilzDoppelgänger Ziegelroter Risspilz – giftig.
  • Speise-MorchelDie giftige Frühjahrslorchel sieht ähnlich aus.
  • Flockenstieliger Hexen-RöhrlingRote Poren und starkes Blauen – Verwechslung mit giftigen Röhrlingen.
  • ReifpilzGehört zu den Schleierlingen – darunter tödlich giftige Arten.
  • Violetter RötelritterlingVerwechslung mit violetten Schleierlingen möglich.
  • Krause KoralleEinige ähnliche Korallen, z. B. die Bauchweh-Koralle, sind giftig.
  • Edel-ReizkerAndere Milchlinge sind scharf oder giftig.

Weiter: 🛡️ Sicher →

Sicher

Sicher unterwegs

Die 3 goldenen Regeln

  1. 1

    Nur was du sicher kennst

    Im Zweifel: stehen lassen. Apps und Fotos sind keine Freigabe.

  2. 2

    Nichts Altes

    Weiche, matschige, madige oder muffige Pilze machen krank – auch Speisepilze („unechte Pilzvergiftung“).

  3. 3

    Erst bestimmen, dann essen

    Im Zweifel Pilzsachverständige fragen. Dann erst kochen – und immer gut durchgaren.

    Pilzsachverständige in deiner Nähe finden ↗

Bevor du losgehst

  • Luftiger Korb (keine Plastiktüte!)
  • Messer und Bürste
  • Handy geladen, Karte offline gespeichert
  • Feste Schuhe, lange Hose
  • Jemandem sagen, wo du hingehst
  • Danach: Zeckencheck
  • Waldregeln: Wege, Sperrungen, Jagd und Naturschutzgebiete beachten

Unsicher? Frag Pilzsachverständige – viele schauen Funde kostenlos oder gegen Spende an (unabhängiges Angebot der DGfM). Pilze ganz, ungeputzt und nach Arten getrennt mitbringen. Pilzsachverständige in deiner Nähe finden ↗

Notfall nach Pilzessen: 112 oder Giftnotruf deines Bundeslandes. Reste und Putzabfälle aufheben.

Weiter: 🎓 Kurs →

Dein Pilz-Kurs

Stück für Stück lernen

Alle 27 Kursschritte zum Nachlesen
  1. 🛡️ Die 3 goldenen Regeln

    1. Nimm nur mit, was du sicher kennst. 2. Und auch dann: nichts Altes. 3. Erst sicher bestimmen – im Zweifel Pilzsachverständige fragen –, dann erst kochen und essen.

    Apps, KI und Fotos sind Hilfen, aber keine Freigabe. Sie liegen öfter daneben, als man denkt – und bei Pilzen kann ein einziger Fehler tödlich sein.

  2. 🕰️ Zu alt macht auch krank

    Auch Speisepilze verderben: Eiweiß zerfällt, Bakterien wachsen. Das nennt man „unechte Pilzvergiftung“ – eine der häufigsten Ursachen für Beschwerden nach einem Pilzgericht.

    Frisch: fest, trocken, angenehmer Geruch, keine Madengänge. Zu alt: weich, schwammig, schmierig-nass, verfärbt, madig, muffiger oder fauliger Geruch – stehen lassen, auch wenn die Art stimmt.

    Auch der Transport zählt: luftiger Korb statt Plastiktüte – darin schwitzen Pilze und verderben in Stunden. Am selben Tag verarbeiten.

  3. 🦔 Semmelstoppelpilz

    So erkennst du ihn: Unter dem Hut hängen weiche Stacheln statt Lamellen. Hut semmelgelb bis blass-orange, Fleisch hell und brüchig.

    Doppelgänger: Der Rotgelbe Semmelstoppelpilz – ebenfalls essbar. Gefährliche Doppelgänger sind nicht bekannt – trotzdem jeden Fund genau prüfen.

    Tipp: Ältere Exemplare schmecken bitter – nur junge, feste nehmen.

    Wo: Laub- und Nadelwald, oft in Reihen oder Ringen im Moos.

  4. 🌧️ Warum Regen? Die Pilz-Uhr

    Der eigentliche Pilz ist ein feines Geflecht im Boden, das Myzel. Was du sammelst, ist nur seine Frucht – wie der Apfel am Baum.

    Nach kräftigem Regen (ab etwa 12 mm in zwei Tagen) braucht das Myzel rund 7–14 Tage, dann schieben die Fruchtkörper. Deshalb schaut die Ampel auf den Regen der letzten Wochen – nicht nur aufs Wetter von heute.

  5. 🌲 Wo? Pilze haben Baumfreunde

    Viele Speisepilze leben in Partnerschaft mit Bäumen (Mykorrhiza): Sie liefern dem Baum Wasser und Nährstoffe und bekommen dafür Zucker.

    Merk dir: Birke → Birkenpilz, Birkenrotkappe. Kiefer → Butterpilz, Krause Glucke, Marone. Fichte → Steinpilz, Marone. Buche/Eiche → Semmelstoppelpilz, Herbsttrompete, Steinpilz.

    Gute Stellen: Waldränder, moosige Wegböschungen, lichte Stellen. Der Wegweiser schlägt dir Wälder mit den passenden Bäumen vor.

  6. 🌰 Maronenröhrling

    So erkennst du ihn: Kastanienbrauner, bei Nässe schmieriger Hut. Gelbliche Röhren, die auf Druck blau anlaufen – bei diesem Pilz völlig normal.

    Doppelgänger: Gallenröhrling (rosa Röhren, bitter). Rote Poren? Dann ist es keine Marone – stehen lassen.

    Tipp: In Teilen Süddeutschlands (Bayerischer Wald, Alpenrand) speichert er noch Cäsium aus Tschernobyl – dort nur gelegentlich essen.

    Wo: Nadelwald, vor allem Fichte und Kiefer, auf sauren Böden.

  7. 🧽 Röhrlinge – der Einsteiger-Joker

    Röhrlinge haben unter dem Hut einen Schwamm aus feinen Röhren statt Lamellen. In Mitteleuropa gibt es unter ihnen keine tödlich giftigen Arten – aber einige giftige und ungenießbare.

    Einsteiger-Regeln: keine roten oder orangen Poren (Röhrenmündungen), nichts Bitteres, nur feste, junge Exemplare. Blau anlaufen ist bei Marone oder Rotfuß harmlos – zusammen mit roten Poren aber ein Stoppsignal.

  8. 🌳 Birkenpilz

    So erkennst du ihn: Grau- bis dunkelbrauner Hut, heller Stiel mit dunklen Schüppchen. Wächst immer bei Birken.

    Doppelgänger: Andere Raustielröhrlinge – ebenfalls essbar. Der Gallenröhrling hat keine Schüppchen am Stiel, sondern ein Netz.

    Tipp: Wird schnell weich und alt – nur feste, junge Exemplare. Gut durchgaren.

    Wo: Überall, wo Birken stehen – auch Parks, Waldränder und Heide.

  9. 🧈 Butterpilz

    So erkennst du ihn: Brauner, schleimig glänzender Hut, gelbe Röhren, weißlicher Ring am Stiel. Fast immer unter Kiefern.

    Doppelgänger: Andere Schmierröhrlinge (z. B. Goldröhrling unter Lärchen) – essbar.

    Tipp: Schleimige Huthaut abziehen – sonst wirkt er bei manchen abführend.

    Wo: Junge Kiefernwälder, Kiefernränder, auch Parks.

  10. 🌡️ Wann? Temperatur & Saison

    Hauptsaison ist August bis Oktober, manche Röhrlinge kommen schon ab Juni. Ideal: Boden um 10–18 °C, milde Tage, kühle Nächte, feuchter Boden.

    Frost stoppt das Wachstum, Hitze und Trockenheit auch. Geh früh am Morgen: Die Pilze sind frisch – und du bist vor den anderen da.

  11. 🧡 Birkenrotkappe

    So erkennst du ihn: Orangeroter Hut, weißer Stiel mit schwarzen Schuppen. Das Fleisch wird beim Schneiden grau bis schwarz – das ist normal.

    Doppelgänger: Andere Rotkappen – ebenfalls essbar. Kein giftiger Pilz hat orangen Hut plus schwarz-schuppigen Stiel.

    Tipp: Roh unverträglich: immer mindestens 15–20 Minuten durchgaren. Geschützt – nur Eigenbedarf.

    Wo: Bei Birken, oft an Waldrändern und in Heidegebieten.

  12. 🎺 Herbsttrompete

    So erkennst du ihn: Schwarzgrauer, hohler Trichter („Totentrompete“), außen glatt bis leicht runzelig – keine Lamellen.

    Doppelgänger: Gefährliche Doppelgänger sind nicht bekannt – trotzdem genau prüfen, v. a. auf echte Lamellen (dann ist es keine Trompete).

    Tipp: Lässt sich prima trocknen – ein toller Würzpilz.

    Wo: Buchen- und Eichenwälder, oft gesellig im Laub.

  13. 🧺 Richtig sammeln

    Dabei haben: luftigen Korb, Messer, Bürste, Handy. Pilze vorsichtig ganz herausdrehen – für die Bestimmung ist der Stielfuß wichtig (Knolle?). Das Loch mit Laub zudecken.

    Nur so viel, wie du am selben Tag isst. Geschützte Arten (z. B. Steinpilz, Pfifferling, Rotkappen, Birkenpilz) nur in kleinen Mengen für den Eigenbedarf, in Naturschutzgebieten gar nicht. Unbekannte Pilze getrennt einpacken, damit nichts vermischt wird.

  14. 🐐 Ziegenlippe

    So erkennst du ihn: Samtiger olivbrauner Hut, leuchtend gelbe, weite Röhren wie eine Wabe. Blaut kaum.

    Doppelgänger: Rotfußröhrling (ebenfalls essbar). Rote Poren = stehen lassen.

    Tipp: Wird schnell weich – nur junge Exemplare nehmen.

    Wo: Laub- und Mischwald, Wegböschungen.

  15. 🦶 Rotfußröhrling

    So erkennst du ihn: Kleiner, samtiger oliv-brauner Hut, oft rissig mit rötlichen Rissen. Stielbasis rötlich, Röhren gelb, blauen leicht.

    Doppelgänger: Andere Filzröhrlinge – essbar. Rote Poren = kein Rotfuß, stehen lassen.

    Tipp: Oft von Goldschimmel befallen (weiß-gelber Belag) – solche liegen lassen! Nur junge, feste nehmen.

    Wo: Laub- und Nadelwald, sehr häufig.

  16. ☠️ Lamellen = Profi-Zone

    Die gefährlichsten Pilze Europas haben Lamellen – allen voran der Grüne Knollenblätterpilz. Er verursacht die meisten tödlichen Pilzvergiftungen, schmeckt angeblich gut, und die Beschwerden beginnen erst nach 6–24 Stunden, wenn die Leber schon angegriffen ist.

    Jung sieht er einem Champignon oder einem kleinen Bovist ähnlich. Deshalb: Als Einsteiger keine Lamellenpilze. Und selbst Steinpilz und Pfifferling haben Doppelgänger, die tödlich sein können – wer nicht unter den Hut schaut, riskiert eine Verwechslung.

  17. 👑 Steinpilz

    So erkennst du ihn: Dicker, bauchiger Stiel mit feinem hellem Netz im oberen Teil. Röhren jung weiß, später gelbgrün. Fleisch bleibt weiß, läuft nicht blau an.

    Doppelgänger: Gallenröhrling: Röhren rosa, grobes dunkles Netz, gallebitter – verdirbt das ganze Essen. Satansröhrling (rote Poren) ist giftig. Und: Wer nur auf Hut und Form schaut, kann junge Steinpilze mit tödlich giftigen Lamellenpilzen wie dem Knollenblätterpilz verwechseln.

    Extra-Regel: Immer unter den Hut schauen: nur ein Schwamm (Röhren), keine Lamellen, keine roten Poren, ganzer Stiel samt Fuß. Grüne, schwammige Röhren = zu alt. Geschützt: nur Eigenbedarf.

    Wo: Fichten-, Buchen-, Eichen- und Kiefernwälder, gern an Wegrändern und im Moos.

  18. 🔍 Erst bestimmen, dann essen

    Jeder Pilz, der in die Pfanne kommt, muss sicher bestimmt sein – nicht „ziemlich sicher“.

    Wenn du zweifelst: Pilzsachverständige schauen deine Funde oft kostenlos oder gegen eine kleine Spende an. Viele Städte haben in der Saison feste Beratungszeiten. Bring die ganzen Pilze mit, ungeputzt und nach Arten getrennt.

  19. 👂 Judasohr

    So erkennst du ihn: Braun, gummiartig-elastisch, geformt wie ein Ohr. Wächst an Holz, meist an Holunder.

    Doppelgänger: Gefährliche Doppelgänger sind nicht bekannt – trotzdem genau prüfen.

    Tipp: Immer gut durchgaren. Wächst sogar im Winter.

    Wo: An totem oder lebendem Holz, vor allem Holunder.

  20. 🍳 Kochen – sicher und lecker

    Wildpilze immer gut durchgaren: mindestens 15–20 Minuten. Viele sind roh unverträglich (z. B. Rotkappen). Trocken putzen, nur stark verschmutzte kurz abbrausen.

    Reste schnell abkühlen, in den Kühlschrank und am nächsten Tag einmal gut erhitzt essen. Neue Pilzart? Erst eine kleine Portion – nicht jeder verträgt jeden Pilz.

  21. 🧽 Krause Glucke

    So erkennst du ihn: Sieht aus wie ein Badeschwamm oder Blumenkohl aus gewellten, cremefarbenen Lappen. Am Fuß von Kiefern.

    Doppelgänger: Verwechslung mit Korallen möglich, z. B. der giftigen Bauchweh-Koralle. Glucke: flache, gewellte, blattartige Lappen wie Bandnudeln, direkt am Kiefernfuß. Korallen: aufrechte, runde, verzweigte Ästchen, meist auf dem Waldboden.

    Extra-Regel: Runde, verzweigte Ästchen? Stehen lassen! Nur hell-cremefarbene nehmen – bräunliche sind alt. Gründlich putzen: Nadeln, Sand und Tierchen stecken in den Falten.

    Wo: Am Stammfuß oder an Wurzeln von Kiefern.

  22. 🌼 Pfifferling

    So erkennst du ihn: Dottergelb, trichterförmig. Unter dem Hut Leisten statt Lamellen: dick, gegabelt, weit am Stiel herablaufend.

    Doppelgänger: Falscher Pfifferling: orange, echte dünne Lamellen – unbekömmlich. Gefährlich: der Orangefuchsige Raukopf (tödlich giftig) hat echte Lamellen und rostbraunen Sporenstaub.

    Extra-Regel: Keine echten Lamellen – sonst stehen lassen! Geschützt: nur Eigenbedarf.

    Wo: Fichten-, Buchen- und Kiefernwälder auf sauren, moosigen Böden.

  23. 🖋️ Schopftintling

    So erkennst du ihn: Weiße, walzenförmige, zottig-schuppige „Perücke“ – auf Wiesen, Rasen und an Wegrändern.

    Doppelgänger: Faltentintling: grau, glatter Hut – zusammen mit Alkohol giftig, auch noch Tage später.

    Extra-Regel: Nur ganz junge, rein weiße Exemplare und sofort verarbeiten. Sobald die Lamellen rosa oder schwarz werden: zu alt! Vorsichtshalber kein Alkohol dazu.

    Wo: Wiesen, Rasen, Wegränder – nicht an stark befahrenen Straßen sammeln.

  24. ⚽ Riesenbovist

    So erkennst du ihn: Weiße Kugel, fußball- bis kürbisgroß, auf Wiesen und Weiden.

    Doppelgänger: Junge Knollenblätterpilze stecken in einem weißen „Hexenei“ – tödlich giftig.

    Extra-Regel: Immer längs durchschneiden: innen durchgehend reinweiß und fest, ohne Umriss von Stiel und Hut. Kleiner als ein Handball? Stehen lassen. Gelblich innen = zu alt.

    Wo: Wiesen, Weiden, Parks, Gärten.

  25. 🟡 Schwefelporling

    So erkennst du ihn: Leuchtend schwefelgelbe bis orange Konsolen, stufig übereinander an Baumstämmen.

    Doppelgänger: Selten verwechselt – entscheidend ist der Baum, an dem er wächst.

    Extra-Regel: Nur junge, weiche Randzonen; nie von Eibe, Robinie oder anderen giftigen Bäumen. Immer gut durchgaren und beim ersten Mal nur eine kleine Portion – nicht jeder verträgt ihn.

    Wo: An Eichen, Weiden, Obstbäumen.

  26. 🚑 Notfall – was tun?

    Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel oder Sehstörungen nach einem Pilzgericht? Sofort 112 oder den Giftnotruf deines Bundeslandes anrufen.

    Pilzreste, Putzabfälle und Erbrochenes aufheben – das hilft bei der Bestimmung. Kein Erbrechen erzwingen, keine Milch, kein Salzwasser. Achtung: Bei den gefährlichsten Giften beginnen die Beschwerden erst nach Stunden – auch dann sofort Hilfe holen.

  27. 🎓 Bereit für mehr?

    Du kennst jetzt die Grundlagen. In der Profi-Ansicht siehst du, was hinter der Ampel steckt: Chancen je Art in Prozent, Regen-Uhr, Bodenfeuchte, Bodentemperatur und die große Karte.

    Und: Die drei Regeln gelten für Profis genauso.

Weiter: 📝 Test →

Theorietest

Wie fit bist du?

15 zufällige Fragen zu Wald, Bäumen, Boden, Wetter, Einsteigerpilzen und Sicherheit. Einfach durchklicken – ab 80 % bestanden.

Weiter: 🍳 Küche →

Anfängerrezepte

Einfache Rezepte für den Anfang

Erst sicher bestimmen, dann kochen. Und immer gut durchgaren – mindestens 15–20 Minuten.

Einsteiger-Pilzpfanne ⏱️ 25 min

Der Klassiker – einfach, schnell und für fast alle Anfängerpilze.

Für: Steinpilz, Maronenröhrling, Birkenpilz, Birkenrotkappe, Rotfußröhrling, Ziegenlippe, Semmelstoppelpilz, Butterpilz, Pfifferling

Zutaten

  • 400 g frische, sicher bestimmte Pilze
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Butter oder Öl
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie

So geht’s

  1. Pilze trocken putzen, alte oder weiche Stellen großzügig wegschneiden, in Scheiben schneiden.
  2. Zwiebel würfeln und in Butter glasig dünsten.
  3. Pilze dazu und bei starker Hitze braten, bis das Wasser verdampft ist – insgesamt mindestens 15 Minuten.
  4. Erst zum Schluss salzen und pfeffern, Petersilie drüber. Dazu Brot, Rührei oder Nudeln.

⚠️ Nur sicher bestimmte, frische Pilze. Alte, weiche oder madige Stellen großzügig wegschneiden – im Zweifel weg damit.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Rahmpilze mit Semmelknödel ⏱️ 35 min

Sonntagsessen – cremig und gemütlich.

Für: Maronenröhrling, Steinpilz, Semmelstoppelpilz, Birkenpilz, Birkenrotkappe, Pfifferling, Herbsttrompete

Zutaten

  • 500 g frische, sicher bestimmte Pilze
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 100 ml Brühe
  • 200 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer, Schnittlauch
  • Semmelknödel (fertig oder selbst gemacht)

So geht’s

  1. Pilze putzen, Altes wegschneiden, in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Zwiebel in Butter anschwitzen, Pilze dazu und 10 Minuten kräftig anbraten.
  3. Mit Brühe und Sahne ablöschen und weitere 10 Minuten köcheln lassen.
  4. Abschmecken, Schnittlauch drüber, mit Knödeln servieren.

⚠️ Nur sicher bestimmte, frische Pilze. Alte, weiche oder madige Stellen großzügig wegschneiden – im Zweifel weg damit.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Krause-Glucke-Schnitzel ⏱️ 40 min

Die Glucke paniert – knusprig außen, bissfest innen.

Für: Krause Glucke

Zutaten

  • 1 junge, hell-cremefarbene Krause Glucke
  • Mehl
  • 2 Eier
  • Semmelbrösel
  • Salz
  • Öl zum Ausbacken
  • Zitrone

So geht’s

  1. Glucke in Stücke zerteilen und unter fließendem Wasser gründlich ausspülen – Nadeln, Sand und Tierchen sitzen in den Falten. Bräunliche Teile weg.
  2. 5 Minuten in Salzwasser vorkochen, gut abtropfen lassen und in daumendicke Scheiben schneiden.
  3. In Mehl, Ei und Bröseln wenden.
  4. In Öl von beiden Seiten je 4–5 Minuten goldbraun ausbacken, mit Zitrone servieren.

⚠️ Nur sicher bestimmte, frische Pilze. Alte, weiche oder madige Stellen großzügig wegschneiden – im Zweifel weg damit.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Pilz-Omelett ⏱️ 25 min

Perfekt, wenn es nur eine Handvoll Pilze gab.

Für: Schopftintling, Judasohr, Steinpilz, Maronenröhrling, Rotfußröhrling, Ziegenlippe, Semmelstoppelpilz

Zutaten

  • 150 g frische, sicher bestimmte Pilze
  • 3 Eier
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Schnittlauch

So geht’s

  1. Pilze putzen, klein schneiden und in Butter mindestens 15 Minuten braten.
  2. Eier mit Salz und Pfeffer verquirlen, über die Pilze gießen und bei mittlerer Hitze stocken lassen.
  3. Schnittlauch drüber. Schopftintlinge nur ganz jung und weiß, sofort verarbeiten – vorsichtshalber kein Alkohol dazu.

⚠️ Nur sicher bestimmte, frische Pilze. Alte, weiche oder madige Stellen großzügig wegschneiden – im Zweifel weg damit.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Pilze trocknen – Vorrat für den Winter

Für gute Pilzjahre: getrocknet sind sie monatelang haltbar und würzen jede Soße.

Für: Steinpilz, Maronenröhrling, Herbsttrompete, Judasohr

Zutaten

  • Nur junge, feste, sicher bestimmte Pilze
  • Dörrgerät oder Backofen

So geht’s

  1. Nicht waschen, nur trocken putzen. In 3–5 mm dünne Scheiben schneiden.
  2. Im Dörrgerät oder Backofen bei 40–50 °C trocknen (Kochlöffel in die Ofentür klemmen), bis die Scheiben rascheln.
  3. Luftdicht, dunkel und trocken lagern.
  4. Vor Gebrauch 20 Minuten einweichen, Einweichwasser mitverwenden und gut durchgaren.

⚠️ Nur sicher bestimmte, frische Pilze. Alte, weiche oder madige Stellen großzügig wegschneiden – im Zweifel weg damit.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen

Weiter: ❓ Fragen →

Fragen

Häufige Fragen von Pilz-Anfängern

Welche Pilze eignen sich für Anfänger?

Für den Anfang eignen sich Arten mit auffälligen Merkmalen und ohne bekannte gefährliche Doppelgänger – zum Beispiel der Semmelstoppelpilz (Stacheln statt Lamellen), der Maronenröhrling, der Birkenpilz oder der Butterpilz. Selbst Steinpilz und Pfifferling haben Doppelgänger, die tödlich sein können; sie kommen im Kurs deshalb erst später. Lamellenpilze wie Champignons sind nichts für Einsteiger.

Wann ist die beste Zeit zum Pilze sammeln?

Hauptsaison ist in Mitteleuropa von August bis Oktober. Pilze wachsen etwa 7–14 Tage nach ergiebigem Regen, bei milden Temperaturen und feuchtem Boden. Die Pilz-Ampel auf dieser Seite zeigt dir das für deinen Ort. Am besten gehst du morgens – dann sind die Pilze frisch.

Wo finde ich Pilze?

Viele Speisepilze leben mit bestimmten Bäumen zusammen: Birkenpilz bei Birken, Butterpilz bei Kiefern, Marone und Steinpilz bei Fichten und Kiefern, Semmelstoppelpilz auch bei Buchen. Gute Stellen sind Waldränder und moosige Wegböschungen. Der Wegweiser schlägt dir Wälder im gewünschten Umkreis vor.

Wie erkenne ich, ob ein Pilz essbar ist?

Nur durch sichere Bestimmung aller Merkmale – und im Zweifel durch Pilzsachverständige. Apps, Fotos oder Geschmack sind keine sichere Methode. Faustregeln wie „Silberlöffel“ oder „Schneckenfraß“ verraten giftige Pilze nicht. Und auch ein essbarer Pilz darf nicht zu alt sein.

Was ist eine unechte Pilzvergiftung?

Beschwerden durch verdorbene Speisepilze: Sind Pilze zu alt, madig, falsch transportiert oder zu lange gelagert, zerfällt ihr Eiweiß und Bakterien wachsen. Deshalb gilt: nur frische, feste Pilze in einem luftigen Korb sammeln und am selben Tag verarbeiten.

Was tun bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung?

Sofort den Notruf 112 oder den Giftnotruf deines Bundeslandes anrufen. Pilzreste und Putzabfälle aufheben. Kein Erbrechen erzwingen, keine Milch. Bei den gefährlichsten Pilzgiften beginnen die Beschwerden erst nach Stunden – auch dann sofort Hilfe holen.

Darf ich einfach Pilze sammeln?

In Deutschland dürfen Pilze in der Regel in kleinen Mengen für den Eigenbedarf gesammelt werden. Geschützte Arten wie Steinpilz oder Pfifferling nur in geringen Mengen, in Naturschutzgebieten gar nicht. Regional gelten unterschiedliche Regeln – informiere dich vor Ort. Alle Angaben ohne Gewähr.

Nur was du sicher kennst · nichts Altes · erst bestimmen, dann essen